Produktionsstufen der Rede
Die Idee einer Rede von der ersten Idee bis zum öffentlichen Vortrag.
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Die Rhetorik bietet ein Regelwerk, welches festlegt, wie eine Rede überzeugend präsentiert wird. |
Das Regelwerk der Rhetorik kennzeichnet folgende Produktionsstufen:
Man unterscheidet in 5 Produktionsstufen.
Die Gegenstände der Rede werden gesammelt, geordnet und sprachlich eingekleidet. Erfindung (iventio)Findung der Merkmale und Argumente des Redegegenstandes. Den eigentlichen Anlass bzw. das Thema der Rede braucht der Redner in den meisten Fällen nicht zu suchen, da er durch gesellschaftliche Anlässe, wie Trauerfälle oder Hochzeiten, oder bei politischen Reden vorgegeben ist. Um als Redner die spezifischen Argumente und die konkreten Merkmale zu finden, wurde in der klassischen Lehre eine Findetechnik (Topik) entwickelt. Mehr zu diesem Thema später. Berücksichtigt werden müssen in der Stofffindung der Rede zwei Dinge. Die in- und externe Funktion. Als interne Funktion bezeichnet man den Aufbau der Rede, als externe Funktion, die erwünschte Wirkung beim Zuhörer, das erwünschte Ziel der Rede. 2. Gliederung (dispositio) ...beschreibt zum Einem, die Anordnung bzw. das Strukturschema einer Rede und zum Anderen die Anordnung der Argumente, um das bestmögliche Redeziel zu erreichen, die bestmögliche Wirkung auf den Zuhörer zu erzielen. So empfiehlt CICERO z.B. die schlagfertigen Argumente an den Anfang und das Ende der Rede oder des Vortrags zu setzen. Als natürliche Ordnung gilt:
3. Einkleidung der Gedanken (elocutio) Die Einkleidung der Gedanken in Worte, die unmittelbar an das Redeziel gebunden sind und exakt die Darstellung des Redegegenstands beschreiben. Wichtiger Bestandteil der Formulierung „elocutio“ sind die Stillehren, wie zum Beispiel die Sprachrichtigkeit „latinitas“ oder auch „puritas“, die Deutlichkeit „perspicuitas“ und der Redeschmuck „ornatus“ . Die Formulierungen, Einkleidung der Gedanken in Worte, unterliegen auch dem historischem Wandel und hängen zudem vom jeweiligen Redeanlass ab. Jede Zeit hat Ihre eigenen Redewendungen, die auch je nach Anlass der Rede variieren. 4. Einprägen/ Auswendig lernen der Rede (memoria) In der klassischen Rhetorik wurden sich die Reden ins Gedächtnis eingeprägt, auswendig gelernt. Notizen galten als laienhaft und waren teilweise sogar verboten. Schon zur damaligen Zeit machte man sich Gedanken über Erinnerungstechniken. 5. Der eigentliche Vortrag (pronuntiatio, actio) Die Glaubwürdigkeit und Integrität des Redners wird durch seine Gestik und Mimik, seinen physischen Auftritt, seine Erscheinung bestimmt. Auch heute noch kann ein mittelmäßiger Redner durch seine Vortragstechnik mehr überzeugen und erreichen, als ein perfekter Redner, der seine Rede nicht so überzeugend präsentieren kann. Die korrekte Betonung der Sätze, Klarheit in der Aussprache und der Vortag in einer ausreichenden Lautstärke zählen ebenso zum „pronuntiato“. |
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