Geschichte der Rhetorik
Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert
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Den Ursprung der Rhetorik als "Kunst der freien und öffentlichen Rede" findet man in der Antike. Sowohl die Griechen, als auch die Römer setzten in Lehrbüchern zur Rhetorik Regeln fest, die in einzelnen Schritten die Entstehung einer Rede vorgaben. |
Angefangen von der Konzepterstellung über die Findung und Anordnung von Argumenten, die sprachliche Gestaltung, das Verhalten des Redners, bis hin zur Memorierung des Redeinhaltes. Wer im antiken Griechenland oder Rom bei Streitigkeiten zu seinem Recht kommen wollte, musste persönlich vor Gericht sein Anliegen vortragen. Das einfache Volk zog deshalb sogenannte Redelehrer zur Hilfe. Konträre Ausrichtungen über die Lehre der Redekunst gab es zwischen Philosophen uns Sophisten. Nach Ansicht der Philosophen sollte die Rede zur Wahrheitsfindung dienen. Den Sophisten hingegen wurde eine reine Überredungskraft der Rede vorgeworfen. Erst die erste systematische Darstellung der Rhetorik mit einer Unterscheidung verschiedener Überzeugungsmittel (ethos, pathos, logos) wurde von Aristoteles entwickelt. Im Mittelalter gehörte die Rhetorik neben der Dialektik und Grammatik (Trivium) zur Grundausbildung an den europäischen Universitäten. Im 16. - 18. Jahrhundert bildete die Rhetorik die Grundlage der Poethik als dem theoretischen Fundament der Literatur. Ende des 18. Jahrhunderts verschwand die Rhetorik als theoretische Kunstlehre zunehmend. Eine Rede sollte nun nicht nur durch bloße Technik überzeugen, sondern indem sie "aus dem Inneren der Seele und des Herzens floss". Eine Renaissance erlebt die Rhetorik im 20. Jahrhundert durch ein neu erwecktes Interesse verschiedener Theoretiker. |
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